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05.07.2019

Visionslose Bildungspolitik

2019-07-05-foto-repetto-ploner
Sandro Repetto (Demokratische Partei - Bürgerlisten) und Alex Ploner (Team Köllensperger) kritisieren die Ablehnung des Beschlussantrages zur Errichtung eines Tanzkunstgymnasiums durch den Südtiroler Landtag.

In unserem Land gibt es an einigen Oberschulen eine Musikfachrichtung, aber im Moment gibt es für die vielen Tänzerinnen und Tänzer, die eine choreografische Ausbildung anstreben keine Lösung für die Oberschule. Dies stellt viele Kinder und Familien zu Beginn ihrer Oberschulkarriere vor die schwierige Wahl, den Tanz aufzugeben oder die Provinz zu verlassen, um ihr Studium fortzusetzen. Das "choreografische" Gymnasium ist eine Option , die durch die nationale Gesetzgebung vorgesehen und in seinen Funktionen durch ein Ministerialdekret geregelt ist. Sandro Repetto brachte daher einen Beschlussantrag ein, der die Landesregierung anregen sollte, sich für die Aktivierung einer Fachrichtung “Tanzkunst” an einem Gymnasium in Bozen einzusetzen. Dies würde die sportliche und schulische Ausbildung der jungen Tänzer/innen fördern und den Familien die Möglichkeit garantieren, ihre Kinder in Südtirol zu lassen und auf diese Weise das gesamte soziale und kulturelle Gefüge des Landes bereichern.
„Der Vorschlag des Kollegen Sandro Repetto stellt für mich einen visionären Vorschlag dar. Große Denker und Philosophen, aber auch führende Wirtschaftsbosse fordern seit Jahren ein Umdenken in der Bildungspolitik. Es sollte weniger auf die Vermittlung von 200 Jahre altem Wissen und mehr auf neue zukunftsgerichtete Themen und Persönlichkeitsbildung in den Bereichen Teamwork, Wertebild, Mitgefühl, Ethik und Kunst gesetzt werden.”, solidarisiert sich Alex Ploner vom Team Köllensperger mit seinem Kollegen Repetto.
Es ist unverständlich, dass es Südtiroler Schüler/innen ermöglicht wird, Schulen mit einem Musik-Schwerpunkt zu besuchen, aber dieses Angebot nicht auf den Tanz ausgedehnt werden kann. Die Ablehnung des Beschlussantrages öffnet keine Türen in die Zukunft. Der Vorschlag war nicht als Verpflichtung an die Landesregierung formuliert, sondern als Gedankenanstoß. Aber selbst mit „neuen“ Gedanken und Ansätzen will man sich offensichtlich politisch nicht beschäftigen.
“Eine vergebene Chance für unsere Jugend”, sind sich Repetto und Ploner einig.

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