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05.07.2019

Gewerkschaften nur angeblich überparteilich

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Der Vorsitzende der SVP Wirtschaft, Josef Tschöll, kritisiert scharf das unlautere Spiel der Gewerkschaften bei den laufenden Verhandlungen zum Kollektivvertrag der öffentlich Bediensteten. Statt sich am Verhandlungstisch um tragfähige Lösungen zu bemühen, versuchen sich die angeblich so überparteilichen Gewerkschaften als Vorfeldorganisationen der Oppositionsparteien.

Ach ja, Gewerkschaften sind ja überparteilich!
Das Verhalten der Gewerkschaften, insbesondere jener im öffentlichen Dienst, ist für den SVP Wirtschaftsvorsitzenden Tschöll nicht mehr nachvollziehbar. Während die Gewerkschaften ständig und gebetsmühlenartig ihre Überparteilichkeit betonen, zeigen sie spätestens beim gestrigen Fotoshooting mit der politischen Opposition ihr wahres Gesicht, so der Vorsitzende der SVP Wirtschaft Josef Tschöll. Rückblende:
Vor und während des Wahlkampfes haben die Gewerkschaften der Südtiroler Volkspartei gegenüber eine Reihe von Forderungen gestellt, sich aber offiziell nie zu einer Unterstützung durchgerungen. Warum? Ach ja, Gewerkschaften sind ja überparteilich.

Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt!
Mit dem gestrigen Schulterschluss setzen die Gewerkschaftsvertreter jedoch nicht nur ihre Glaubwürdigkeit komplett aufs Spiel, so der Wirtschaftsvorsitzende. Das Stelldichein mit den Oppositionsparteien offenbart auch die eigene Verhandlungsschwäche. Ob jedoch die offensichtlichen inhaltlichen Unzulänglichkeiten am Verhandlungstisch ausgerechnet mit parteipolitischer Rückendeckung unserer Oppositionsparteien ausgeglichen werden können, bezweifelt Tschöll stark.

Kollektivverhandlungen in den Landtag verlegen?
Mit dem vollzogenen Schulterschluss, haben sich die Gewerkschaften zudem als Vorfeldorganisationen der Grünen, des Teams Köllensperger und Co geoutet, ja degradiert. Damit stellt sich wohl nicht nur für Josef Tschöll die Frage, "ob es überhaupt noch eines für Kollektivvertragsverhandlungen üblichen Sozialpartnertisches bedarf oder ob die Lohnverhandlungen nicht einfach gleich im Landtag geführt werden sollen".

Standards wie in der Privatwirtschaft gefragt
"Wenn jetzt die Gewerkschaften der öffentlich Bediensteten als Vorfeldorganisationen von TK und Co behaupten, es stünde den öffentlich Bediensteten ein Anteil an der Wertschöpfung zu, dann brauchen wir nur die Regeln der Privatwirtschaft auf diesen Sektor ausdehnen", sagt Tschöll. Das bedeutet aber Wettbewerb, ein ständiges Hinterfragen der Effizienz und Effektivität der Organisationsabläufe und das Ende unproduktiver Prozesse. "In privaten Großunternehmen mit einer Größenordnung von 30 bis 40 tausend Mitarbeitern ist dies übrigens Standard und darüber können wir gerne reden: an kollektivvertraglichen Verhandlungstischen oder auf dem parteipolitischen Parkett", so Josef Tschöll abschließend.

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