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04.07.2019

Führt die mehrsprachige unibz zur Mehrsprachigkeit?

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Jene Abgängerinnen und Abgängern der Freien Universität Bozen, die einen mehrsprachigen Studiengang besuchen, sollten mit dem Universitätsabschluss automatisch auch den Zweisprachigkeitsnachweis erhalten. So sah es der Beschlussantrag, den die Grüne Fraktion heute ins Plenum des Landtages brachte, vor.
Dies würde eine Aufwertung der unibz bedeuten und eine Weiterentwicklung im Verständnis von Zweisprachigkeit. In Südtirol bekommt den Zweisprachigkeitsnachweis nämlich anerkannt, wer zwei getrennte einsprachige Institutionen besucht hat – abgesehen von jenen, die die klassische Prüfung absolvieren. Also beispielsweise eine italienische Matura und einen österreichischen oder deutschen Universitätsabschluss. Die Abgängerinnen und Abgänger der mehrsprachigen Studiengänge der unibz jedoch sind von diesem System ausgeschlossen: „Das wäre so, als ob man, um eine warme Dusche zu bekommen, sich zuerst unter eiskaltes, dann unter brühend heißes Wasser stellen müsste. Die Zweisprachigkeitsbrause aber von Anfang an auf „warm“ zu stellen, sieht unser System nicht vor“, so der Vergleich von Riccardo Dello Sbarba.
Leider blieben die Grünen Bemühungen ohne Erfolg, der Beschlussantrag wurde abgelehnt. Interessant dabei waren die diversen Begründungen, welche dagegen vorgebracht wurden: „Wir nehmen mit Erstaunen zur Kenntnis, welch negatives Zeugnis der unibz in der Diskussion ausgestellt wurde.“, so Brigitte Foppa „dass gleich mehrere Abgeordnete – unter anderem auch der Landeshauptmann – betonen, die unibz würde ihrer Meinung nach eine Mehrsprachigkeit nicht garantieren und man könne deshalb dem Antrag nicht zustimmen, ist bemerkenswert in negativer Hinsicht.“.
Wir trauen der unibz mehr zu und sind überzeugt, dass ein fünfjähriges mehrsprachiges Studium dazu imstande ist, am Ende mehrsprachige Studierende hervorzubringen.
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