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04.07.2019

Aussichtslose Wartelisten in Musikschulen

Für fast 3000 Schüler und Schülerinnen, die im Herbst auf einen Platz für den langersehnten Instrumentalunterricht gehofft haben, heißt es weiterhin warten. Der Abbau der Wartezeiten für einen Ausbildungsplatz in einer Südtiroler Musikschule zieht sich mittlerweile seit über 7 Jahre hin. Besserung sollten die 50 versprochenen Neuanstellungen von Musiklehrer/innen bringen.
Es mag sich um einen Zufall handeln, dass genau am Tag der Anfrage des Teams Köllensperger im Landtag zum Thema Neuanstellungen von Musiklehrern der Bildungslandesrat Philipp Achammer in der Sitzung der Landesregierung weitere 10 Stellen für Musiklehrer genehmigt hat.
Der Abgeordnete Alex Ploner (Team Köllensperger) wollte in einer Anfrage von Philipp Achammer wissen, was derzeit für den Abbau der Wartelisten unternommen wird. Ploner unterstrich, dass mit 17.000 Schülern die Schülerzahl in den letzten 10 Jahren an den Musikschulen gleichgeblieben sind. Auch haben sich die Wartelisten in den letzten 7 Jahren kaum verändert. Die langen Wartezeiten seien also nicht auf eine verstärkte Nachfrage zurückzuführen.
Auf der Eröffnungstagung der Landesdirektion der Deutschen und Ladinischen Musikschulen im Herbst 2018 sicherte der damals wahlkämpfende Landesrat insgesamt 50 Neuanstellungen bis zum Herbst 2019 zu. Damals ein erster Hoffnungsschimmer.
Umso ernüchternder war die Aussage des Landesrates Achammer im Landtag, dass den 10 Anstellungen vom letzten Herbst, heuer nur weitere 10 folgen werden. Damit bleiben noch 30 Stellen von den versprochenen 50 vakant.
In einer aus dem Assessorat des Bildungslandesrates Achammer verschickten Pressemitteilung wird von einer „stufenweise“ Aufstockung der Musiklehrer gesprochen. Dass tausende Schüler manchmal bis zu drei und mehr Jahren auf einen Platz in der Musikschule warten müssen, davon schreibt der Landesrat kein Wort.
„Diese Zahlen und die Salamitaktik bei der Anstellung der Lehrer zeigen, dass das Problem und damit die wartenden Familien nicht wirklich ernst genommen werden. Schon seit Jahren werden Neuanstellungen von Musiklehrern und Musiklehrerinnen gefordert, das Problem ist nicht neu. Experten mit denen ich gesprochen habe, beziffern den zusätzlichen Bedarf an Fachlehrern auf 130-150. Es braucht starke und mutige Entscheidungen in der Bildungspolitik, um in Zukunft nicht einen, sondern drei Schritte voran zu kommen.“ fasst Alex Ploner die Situation zusammen.
Das Team Köllensperger wünschte sich bei der Anfrage im Landtag auch eine bessere und koordinierte Zusammenarbeit zwischen den Musikschulen und den Südtiroler Musikkapellen. Letztere spielen in der Ausbildung der Musikschüler/innen inzwischen eine wichtige Rolle und federn einige Engpässe ab. Auch wäre eine bessere finanzielle Ausstattung der Musikkapellen im Ankauf von Übungsinstrumenten für die betreuten Musikschüler wünschenswert.

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