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18.03.2019

Voller Erfolg beim Workshop mit "Gen Verde"

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„Start now - Dialog, Friede, Einheit... beginnen bei mir“ war das Motto der fünf Tage, welche Jugendliche der deutschen, italienischen und ladinischen Volksgruppe gemeinsam mit der internationalen Band Gen Verde im Vinzentinum lebten. SKJ, Azione Cattolica, Pastorale Giovanile, Jugenddienst Brixen und die Fokolar-Bewegung hatten das Event gemeinsam organisiert. Gemeinsam machten sich die Jugendlichen auf den Weg, um ihre Talente im abschließenden Konzert im „Forum“ in Brixen auf die Bühne zu bringen.
Der viertägige Workshop begann mit der Vorstellung der Band und mit einem ihrer aktuellen Lieder: „From the inside outside“, das von dem Licht spricht, das alle Jugendlichen in sich spüren und das jeder auch nach außen leuchten lassen möchte. Alle sind wir fähig Großartiges für die anderen zu leisten, wenn wir uns dafür einsetzen. In einem breitgefächerten Angebot konnten die Jugendlichen das konkret leben und kamen sich so trotz aller Unterschiede immer näher. „Ich bin selbst kein Superheld, … ich glaube an das Wir“, dieser Liedtext wurde zum goldenen Faden für die Beziehungen untereinander. Gen Verde verstand es wirklich, aktuelle Themen anzusprechen und darauf Antworten zu geben. Auch Bischof Ivo beantwortete in einer Begegnung fast zwei Stunden lang Fragen der Jugendlichen.
Höhepunkt war das seit Tagen praktisch ausverkaufte Konzert im Forum in Brixen. Gen Verde brachte in den Liedern eigene Lebenserfahrungen mit dem gelebten Evangelium ein: Erkennen, dass Ausgrenzung nur sich selber schadet, dass Versöhnung auch mit den Mördern des Vaters möglich ist, dass wir heute aus Mauern Brücken bauen müssen und dass jeder trotz schmerzlicher Erfahrungen weitergehen kann. „Sei du selbst“ war eine immer wiederkehrende Botschaft, auch in der Begegnung mit anderen Lebensmodellen und „steh immer wieder auf, um deinen Traum zu verwirklichen“. Dass alle Menschen eine Familie sind, war die zentrale Botschaft gewesen, die ihnen Chiara Lubich, die Gründerin der Fokolar-Bewegung, damals mitgegeben hatte, als sie den Gründungsmitgliedern von Gen Verde vor 60 Jahren ein grünes Schlagzeug schenkte.
Hannah, eine Teilnehmerin am Workshop sagt: „Das Projekt hat mir geholfen meinen Erfahrungshorizont zu erweitern und über den Tellerrand hinauszuschauen. … In diesen Tagen stand eindeutig die menschliche Begegnung im Vordergrund. Das Aufeinander-Zugehen wurde durch die Musik als Vermittlerrolle erleichtert. Plötzlich standen nicht mehr die Vorurteile oder Unterschiede im Raum, sondern viel mehr das gemeinsame Musizieren und das An-einem-Strang-Ziehen. Mir wurde bewusst, dass jeder mit seinen Ecken und Kanten einen Platz in der Gemeinschaft hat. Besonders beeindruckt hat mich Gen Verde selbst: Zum einen die Botschaften, die sie durch ihre Lieder übermitteln, zum anderen das Vertrauen und der Respekt, den sie sich gegenseitig zukommen lassen. Sie verarbeiten persönliche Eindrücke und globale Themen durch Musik, sie sprechen aus der Seele und treffen damit geradezu die Herzen der Menschen.“
Maria, eine Konzertbesucherin: „Es war wirklich ein tiefgründiges, fesselndes, begeisterndes und sprühendes Konzert - und auch das Feuer in den Jugendlichen, die mitgetan haben, spricht für sich. Ich bin gewiss, dass dies Kreise zieht in ihrem Leben und darüber freue ich mich einfach nur.“
Alessandra von Gen Verde: „Nach diesen Tagen mit den Jugendlichen in Brixen kommt wieder einmal klar zum Ausdruck, dass die Jugend daran glaubt, dass das Gute eigentlich immer das letzte Wort hat, dass das aber von ihnen selbst, von ihren Aktionen abhängt. Wir haben uns mit dem Versprechen verabschiedet, dass wir alle für dieses Ideal der Geschwisterlichkeit und der Gastfreundschaft leben wollen. Auch den Besucherinnen und Besuchern war nach dem Konzert diese Hoffnung ins Gesicht geschrieben. Diese Hoffnung wird im Herzen vieler Menschen bleiben.“
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