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03.12.2018

Familienberatung: kürzere Wartelisten

Die Landesregierung weißt den Familienberatungsstellen zusätzliche Geldmittel zu. Ziel ist es die niederschwelligen Beratungsleistungen zu intensivieren.

Mit den für das Jahr 2019 zusätzlich zugewiesen Geldmitteln in Höhe von 359.700 Euro sollen Informations-, Beratungs- und Begleitungsangebote unterstützt werden, die niederschwellig, das heißt einfach und  unbürokratisch, ausgerichtet sind. Bereits seit mehreren Jahren steigt die Nachfrage nach  Beratung, wodurch sich längere Wartezeiten ergeben. "Durch die Zusatzfinanzierung über die  Familienagentur  des Landes können mehr Angebote geschaffen und damit die Wartelisten verkürzt werden. Dies ist wichtig, damit den Familien in einer schwierigen Situation zeitnah und präventiv Maßnahmen angeboten und wahrgenommen werden können", stellt Familienlandesrätin  Waltraud Deeg  klar. 

In besonderer Weise gilt dies für Familien, vor allem jene mit minderjährigen Kindern, die vor herausfordernden Lebenssituationen sind. Damit gemeint sind beispielsweise  Familien, die eine Trennung durchleben oder einen Trauerfall zu bewältigen haben. Das Ziel dieser Maßnahmen ist es präventiv tätig zu werden und die Selbstkompetenz der Familien bzw. der betroffenen Familienmitglieder zu stärken. Das Leistungsspektrum ist dabei breit, ausgenommen sind jedoch psychotherapeutische Maßnahmen.

Der Leistungskatalog der sechs  Familienberatungsstellen in Südtirol ist umfangreich und reicht von Familienmediation über psychologische Beratung für Eltern und Kinder hin zur Rechtsberatung. "Familienberatungsstellen sind wichtige Anlaufstellen für die Familien in unserem Land, die vor allem in schwierigen Situationen fachlich fundierte, konkrete und kostenlose Hilfestellungen anbieten können", betont Familienlandesrätin Waltraud Deeg. Es sei wichtig für Familien zu wissen, dass es spezialisierte Stellen gibt, an die sie sich wenden können, bevor eine Situation eskaliert oder schwerwiegende Folgen mit sich bringt. Jeder Euro, der inpräventive Leistungen investiert werde, sei gut investiert, da damit eine Vielzahl an Folgekosten vermieden werden könnten, ist Landesrätin Deeg überzeugt.

Die zusätzlichen Geldmittel, die durch den Beschluss der Landesregierung an die Familienberatungsstellen gehen, werden bereits seit dem Jahr 2017 von der Familienagentur des Landes zur Verfügung gestellt. Die können damit auf die anhaltend hohe  Nachfragereagieren, wodurch sich die  Wartezeiten  für eine Beratung für Familien verkürzen.

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