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12.10.2018

Deutsch-Russische-Tagung

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Schon Humboldt kannte den Klimawandel / Auf den Spuren des Universalgelehrten in Russland - Tagung an der Universität folgte dem kulturhis- torischen Erbe der Russlanddeutschen

Das Erbe des großen Universalgelehrten Alexander von Humboldt ist aktueller denn je zuvor. Das ist eines der Ergebnisse einer Deutsch- Russischen Tagung des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur an der Universität Bayreuth. Humboldt habe schon damals ge- merkt, dass es einen von Menschen gemachten Klimawandel gibt, so die Nachwuchswissenschaftlerin Daria Schmidt aus Rastatt. Leider sei diese Erkenntnis auch heute noch nicht selbstverständlich, sagte Schmidt mit Blick auf die USA, die unter ihrem Präsidenten Donald Trump aus dem Klimaabkommen ausgestiegen sind. Naturkatastro- phen seien im Eingang mit dem Klimawandel tatsächlich schon bei Humboldt ein Thema gewesen.

Konkret ging es bei der Tagung unter anderem um Humboldts Russ- landreise des Jahres 1829, die ihn unter anderem nach St. Petersburg, Moskau, Nischni Nowgorod, Jekaterinburg bis hin zur chinesischen Grenze und auch in die damalige deutsche Kolonie Sarepta (Wol- gograd) führte. Während Humboldt seine berühmte Südamerika- Reise als Privatmann unternahm, sei er in Russland als Gast des Zaren gewesen, so Ingo Schwarz, ehemaliger Leiter der Humboldt-For- schungsstelle an der Akademie der Wissenschaften Berlin-Branden- burg. Deshalb habe sich der Humanist Humboldt auch offene Kritik an der damals geltenden Leibeigenschaft verkneifen müssen. Hum- boldt habe anders als in Südamerika in Russland keine spektakulären wissenschaftlichen Entdeckungen gemacht, sei aber trotzdem mit Eh- rungen überhäuft worden.

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