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14.08.2018

SVP Bezirkskandidaten stellen sich vor

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Bei den letzten Landtagswahlen vor 5 Jahren war das SVP-Team des Bezirks Eisacktal zu dritt. Daraus wurde nun die doppelte Anzahl: sechs Kandidaten stellten sich am Montag in der Brixner Weingalerie vor und teilten ihr Programm mit. Außerdem anwesend war Bezirksobmann Herbert Dorfmann. 

Magdalena Amhof nannte dabei vor allem die Arbeit, die an den zwei Verkehrsadern Autobahn und Eisenbahn unternommen werden muss: „Verkehrspolitische Maßnahmen auf der Autobahn können wir als Land Südtirol nicht allein machen - dafür bedarf es staatlicher und europäischer Zusammenarbeit, allerdings zählen wir vor allem auf die Europaregion Tirol“, so Amhof. Im Bereich der Lärmentlastung könne das Land aber einiges unternehmen: „Unser primäres Ziel ist es, für mehr Gesundheit für Bürgerinnen und Bürger entlang der Strecke zu sorgen.“ Das Ziel, den Güterverkehr von der Autobahn auf die Schienen zu verlegen, geht voran: Die Gleise sind nahezu ausgelastet – deshalb ist die Inbetriebnahme des BBTs eine große Chance. Infrastrukturprojekte gegen Lärm entlang der Schienen sind ebenfalls bereits in der Ausarbeitung. 

Paula Bacher nannte anschließend wichtige Infrastrukturprojekte, wie beispielsweise die Umfahrung Brixen – Vahrn und auch die Südspange von Brixen. Im öffentlichen Nahverkehr wurde bereits in der Vergangenheit viel verbessert – dabei muss man vor allem den Streckenausbau des Citybusnetzes nennen. „Durch die inzwischen enorme Nutzung der Citybusse wird der Verkehr stark vermindert“, sagte Paula Bacher. „Das neue Seilbahnprojekt, das in Brixen verwirklicht werden soll, hat Auswirkungen auf das ganze Land. Wir werden uns auch dafür einsetzten, dass diese Seilbahn ins öffentliche Verkehrsnetz miteingebunden wird, um eine Entlastung der Pendler zu erreichen.“ Auch der Hofburggarten ist bereits in der Umsetzungsphase; das Projekt eines Bürgerheims in Zusammenarbeit mit Lüsen und Vahrn steht in den Startlöchern und der Beginn des Ausbaus der Musikschule ist für 2019 geplant. 

„Nighliner sind im gesamten Eisacktal – vor allem in Brixen – ein wichtiges Thema, wozu man schon bei mehreren Treffen eine Lösung suchte, um die verschiedenen Verbindungen zu verbessern“, sagte Alex Fischer, dem als jüngster Kandidat vor allem die Jugend Südtirols am Herzen liegt. Bis jetzt sind die Strecken Brixen-Sterzing und Brixen-Bruneck in Ausarbeitung – aber ein wichtiger Meilenstein steht noch bevor: Schon seit einigen Jahren fordert die JG eine Zugverbindung von Bozen nach Brixen und zu einem späteren Zeitpunkt bis nach Sterzing. Neben diesem Anliegen ist für Fischer auch das leistbare Wohnen zu einem leitenden Vorsatz geworden. „Vor allem für junge Menschen ist es mittlerweile sehr schwierig geworden, etwas Leistbares zu finden. Es ist sicherlich Potenzial vorhanden, der nötige Wohnraum stünde zur Verfügung, man muss ihn nur effizient nutzen – eventuell auch durch eine Vergabequote für junge Menschen beim WOBI.“

Anschließend berichtete Helmuth Tauber den Stand der Wirtschaft: „Wirtschaft funktioniert, wenn wir eine investitionsfreudige, innovative Umgebung haben – diesen Faktor hat das Eisacktal in den letzten Jahrzehnten mehrmals bewiesen. Jetzt geht es uns primär darum, diese Rahmenbedingungen weiterhin anzukurbeln und zu unterstützen.“ Tauber bezeichnete eine funktionierende Wirtschaft als Basis für eine Jugend mit Perspektive und eine Jugend, die auch den Wunsch hat, in Südtirol zu bleiben. Die Herausforderungen sind allerdings nicht zu unterschätzen: Dazu zählen beispielsweise der Bürokratieabbau und die Reduzierung des Steueraufkommens. „Eine riesige Herausforderung ist auch die Digitalisierung. Ein erster Schritt ist es, diese bei den Unternehmen und im Privaten voranzutreiben, aber auch in den Schulen müssen die Kompetenzen in diesem Bereich gesteigert werden.“ Am Ende nannte er die verschiedenen Verbindungen zwischen Tal und Berg eine große Chance, einerseits für die einheimische Bevölkerung, andererseits für den Tourismus und die Wirtschaft. 

Martin Federspieler erlebte den Wert von Vereinen und Verbändet seit früher Jugend aus erster Hand und ist überzeugt von deren Bedeutung beim Bilden von Gemeinschaft und auch beim Überbrücken von Generation durch das Schaffen eines Raumes, wo Jung und Alt aufeinandertreffen. Beim Thema Bürokratie treffen sich die zwei Ziele der Gruppe „Forum Heimat“: Einerseits die Eigenständigkeit Südtirols, andererseits auch das System für die täglich Betroffenen zu erleichtern. „Als Gemeindesekretär und in meiner langjährigen Tätigkeit als leitender Beamter habe ich viel Erfahrung mit Bürokratie gesammelt und gelernt, ihre Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit abzuwägen. Dabei gilt es jetzt vor allem die vom Staat verhängten Vorschriften auf ihren Nutzen zu untersuchen und – wenn möglich – auf ein Minimum zu reduzieren.“ 

Am Schluss drückte Philipp Achammer als Parteiobmann der SVP noch seinen Dank den Kandidaten gegenüber aus und zeigt sich zuversichtlich. Zudem lieferte er Blick auf das, was in den Bereichen deutsche Bildung und Kultur geleistet wurde: „In den vergangenen Jahren wurde viel an der praktischen Ausbildung gearbeitet. Jetzt stehen noch zwei Projekte an: die höhere Berufsbildung mit dem Projekt ‚innoValley‘, dabei geht es nicht darum, jemanden nach der Matura weiterzubilden, sondern vielmehr im Beruf stehendend Praktikern eine höhere Qualifizierung anzubieten.“, sagt Philipp Achammer. Weiteres nennt er noch die LBS „Emma Hellenstainer“ in Brixen als einzigen Ausbildungsstandort im Bereich Nahrungsmittel, Bäcker und Konditoren als wichtigen Schatz des Eisacktals.  „In den vergangene Jahren hat sich in diesem Bezirk ein Bewusstsein entwickelt, dass Kultur ein großer Standortfaktor sein kann. Es gibt hierbei viele Projekte, die man nennen muss: das zehnte Landesmuseum in Franzensfeste, der Hofburggarten in Brixen oder das Koestner-Museum in Klausen. 

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